Herzlich willkommen beim KSL

Der KSL informiert

Seit Montag, 04. Mai 2020 ist das KSL-Büro wieder besetzt und vormittags auch telefonisch erreichbar. Nach wie vor sind wir auch per Email unter info@ksl.bz.it für dich erreichbar. Die Geschäftsstelle des KSL bleibt bis auf weiteres für jeglichen Parteienverkehr geschlossen. In dringenden Fällen wird der Zutritt ins KSL-Büro nur nach vorheriger Anmeldung per Anruf oder per Email gestattet. Wir bedanken uns für dein Verständnis!

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Anmeldungen zu den KSL-Fortbildungen 2020/21

Seit Mittwoch, 15. April 2020 werden die Anmeldungen zu den KSL-Fortbildungen wie geplant im KSL-Büro entgegengenommen - per Email an info@ksl.bz.it. Bitte verwendet dazu unser Anmeldeformular. Bei Fragen meldet euch bitte ebenfalls per Email an info@ksl.bz.it.

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Fernunterricht

Lehrpersonen tauschen sich aus

Der KSL hat sich in dieser außergewöhnlichen Zeit etwas Besonderes ausgedacht: die Möglichkeit für Lehrpersonen, ihre persönlichen Erfahrungen mit dem Fernunterricht und ihre Gedanken mit anderen zu teilen - hier auf unserer Homepage.

Gerne könnt ihr unseren Link - www.ksl.bz.it - weiterleiten. Diese Startseite wird sich nach und nach füllen. Ihr dürft gespannt sein. Wir freuen uns auf weitere Anregungen und Erfahrungen von eurer Seite. Per Email nehmen wir sie gern entgegen: info@ksl.bz.it - möglichst mit dem Betreff „Fernunterricht“.

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Stimmungsbilder zum Fernunterricht

 

 

Entschleunigung ist angesagt
In Naturns war es wie immer so, dass wir Lehrpersonen uns gleich nach dem ersten Aufruf sofort ins Zeug gelegt haben und meinten, wir müssten jetzt die Welt retten. Alle haben Hausaufgaben ins Netz gestellt… Aber schon bald wurde uns rückgemeldet, dass es zuhause Probleme gäbe, mit PC, Drucker usw. Besonders in der Unterstufe der Grundschule waren die Arbeitsaufträge nur mit Hilfe der Mamis zu bewältigen. Dann kam ein Mail von der Landesschuldirektorin Sigrun Falkensteiner mit dem Hinweis auf das „Lernen für das Leben“; die Schüler/innen würden auch ohne Unterricht lernen, denn es gilt die Erkenntnis: „Nicht lernen geht nicht“. Das war für viele von uns Lehrer/innen überraschend. Und so manch eine/r von uns war wohl mit ihrer/seiner Lehrer-Identität etwas in Krise. Meine Botschaft an alle Lehrpersonen: Ob in Corona-Zeiten oder auch danach wieder in der Schule... Entschleunigung ist angesagt! Weg vom Anspruch zur Perfektion, aus der Krise lernen für das Leben danach!
Sonja Reinstadler, Religionslehrerin in Naturns und geistliche Begleitung im KSL

 

Flexibilität und Zusammenhalt
Meine Rolle als Lehrerin beansprucht mich im Moment sehr. Der Kontakt zu vielen Schülerinnen und Schülern hat an Vertrauen und Tiefe gewonnen. Auch der enge Kontakt zu den Eltern erfordert Konzentration, Empathie und Weitblick. Mein methodisch-didaktischer Horizont erweitert sich, und ich versuche, unkonventionelle Wege zu gehen, um den Bildungsweg der Kinder mitzuprägen. Besonders hervorheben möchte ich, wie wichtig nun der Zusammenhalt unter den Lehrpersonen ist. Meiner Meinung nach ist es wichtig und notwendig, dass alle Beteiligten, Eltern, Lehrpersonen, Schulführungskraft und Kinder die Situation, in der wir uns befinden, nicht als Krise, sondern als Chance (sofern alle gesund sind!) ansehen. Beziehungen können vertieft, festgefahrene Gewohnheiten überdacht werden. Wir haben nun die Möglichkeit, uns tagtäglich auf neue Herausforderungen einzulassen und unsere Flexibilität unter Beweis zu stellen. Eines ist am Ende dieser Ausnahmesituation mit Sicherheit gewiss: Digitales Fasten ist angesagt!
Eva Niederegger, Lehrerin in Laag
 

Was wichtiger ist als Bewertung mit Noten...

Ich fühle mich zwischen zwei Welten hin und her gerissen, die für alle eigentlich nur eine und die gleiche sein sollte: unsere Schulwelt! In dieser schweren Zeit wäre es wirklich höchste Zeit, alle gemeinsam am selben Strang zu ziehen und nicht eigene Wege zu gehen! So wie es bei der KSL-Bundesausschuss-Sitzung im November 2019 auf den Segeln stand: "Im Schiff muss es eine Mannschaft geben, sonst ist man auf der weiten Fahrt verloren und allein." Aber es können nicht zu viele Kapitäne sein! Wir sitzen alle im gleichen Boot, manche können schwimmen, aber leider gibt es auch solche, die es nicht können. Und da müssen/wollen alle durch. Ich sehe, dass auch die Bewertung zur Zeit ein großes Problem ist, und bekomme ein mulmiges Gefühl. Für mich als Lehrerin der 2. Klasse in der Grundschule ist ein echtes Lob wie z.B. "sehr gut gemacht!", "du hast dich bemüht!", "schön und sauber hast du gearbeitet und geschrieben!" oder "heute warst du besonders fleißig" wichtiger als Noten. Bleiben wir realistisch und schauen, aus der Krise gesund herauszukommen!

Edith Trebo, Lehrerin in St. Vigil, Enneberg

 

Gute Wünsche, Morgengrüße und Geschichten motivieren
Ich unterrichte am SSP Karneid. Unsere Frau Direktor hat für uns Lehrpersonen das Programm "OneNote" eingerichtet. Wir Lehrpersonen stellen dort die Aufgaben hinein, und die Eltern und Schulkinder können sich die Aufgaben über das Programm holen. Das Einfügen von Word- und PDF- Dateien funktioniert sehr gut. Die Lernvideos schicke ich zur Zeit meiner Elternvertreterin, die eine WhatsApp-Gruppe mit den anderen Eltern der Klasse gegründet hat. Das funktioniert gut. Oft schicke ich meinen Schulkindern gute Wünsche (zur Zeit brauchen sie viel Motivation von meiner Seite) oder Morgengrüße als Sprachnachricht. Von den Eltern weiß ich, dass sich die Kinder darüber sehr gefreut haben. Manchmal schicke ich auch ein Video am Abend, da lese ich eine Gute-Nacht-Geschichte vor. Die Eltern haben mir berichtet, dass die Kinder immer schon gespannt auf das Video am Abend warten. Nächste Woche werde ich ihnen Osterhasengeschichten vorlesen. Wahrscheinlich schicke ich das Video dann auch am Abend, damit sich die Kinder den ganzen Tag schon auf meine Geschichte freuen. Das motiviert sie auch, diese außergewöhnliche Zeit durchzustehen und am Vormittag einige gestellte Aufgaben zu erledigen.
Maria Burger

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