Das Kloster Georgenberg und das Museum der Silberstadt Schwaz

Was Reisen und Ausflüge anbelangt, sind uns im Augenblick die Hände gebunden. Wir hoffen natürlich, dass diese Corona - Geschichte irgendwann einmal enden wird. Aber wann?

Das heißt, dass dieser Ausflug vielleicht gar nicht stattfinden kann. Unter Umständen gibt es im Herbst noch Beschränkungen in den Bussen. Auch ein problemloses Überqueren der Grenze am Brenner ist keineswegs garantiert. Vielleicht müssen wir auch das Programm ändern, da ein Besuch im Museum gar nicht möglich sein könnte. Egal! Wir planen trotzdem. Meldet euch unverbindlich an! Vielleicht klappt es. Wenn nicht werden wir den Ausflug auf 2021 verschieben. 

Wer über die Autobahn eilig durch das Inntal fährt, sieht kurz nach Schwaz für den Bruchteil einer Sekunde das Kloster Georgenberg im Tal des Stallenbaches. Das Benediktinerkloster soll auf die Zeit um 950 zurückgehen und ist somit eines der ältesten in Tirol. Im Laufe der Geschichte hat Georgenberg viele Missgeschicke erlebt. Dazu gehören die Pest, mehrere Brände, Lawinen und Erdrutsche. Weitere Spuren hat die Glaubensspaltung während der Reformation hinterlassen sowie eine klosterinterne Misswirtschaft 200 Jahre später.

Nach einem durch Blitzschlag verursachten verheerenden Brand (1637) kam man auf die Idee, das Kloster ins Tal zu verlegen. Das ist die Geburtsstunde des Stiftes Fiecht.  Zwar gab es Proteste in der Bevölkerung, hatte man doch die Klosteranlage im romantischen Stallental längst als Wallfahrtsziel liebgewonnen. So entstand im Laufe der Zeit eine Art „Doppelkloster“.  1741 wurde Fiecht bezogen, aber Georgenberg war inzwischen längst wiederaufgebaut worden.

Der Mangel an geistlichen Berufen hat 2019 dazu geführt, dass Fiecht verkauft wurde.

Georgenberg hingegen wird als meditatives und religiöses Zentrum weiterhin geführt.  

Unser erster Besuch gilt dem (ehemaligen) Stift Fiecht. Die Kirche ist ein bedeutendes Beispiel des bayrischen Barocks (Wessobrunner Schule). Georgenberg erreichen wir nachher zu Fuß in einer guten halben Stunde. Den Zugang bildet die romantische Wolfsklamm in der Schlucht des Stallenbaches. Zu Mittag gegessen wird in der klostereigenen Gaststätte.  

Am Nachmittag wechseln wir die Talseite und besuchen die Stadt Schwaz. In der Glanzzeit des Silberbergbaus zählte Schwaz zwischen 20.000 und 30.000 Einwohnern. Mit dem Schwazer Silber finanzierte Kaiser Maximilian seine vielen Feldzüge und Kriege.

Mit Schwaz verbunden bleibt auch das Geschlecht der Frundsberger. Bedeutendster Vertreter dieser Familie ist Jörg von Frundsberg, der Jahrzehnte lang die kaiserlichen Truppen in allen möglichen Schlachten befehligte.

Das Museum der Stadt Schwaz ist auf Schloss Frundsberg hoch über der Stadt eingerichtet worden. Ein Besuch informiert nicht nur über den Schwazer Silberbergbau, sondern gibt auch eine informative Übersicht über die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt vom Mittelalter bis in die Gegenwart.

  

Durchführung der Ausflugsfahrt

 

Wie in den letzten Jahren wird die Fahrt zweimal angeboten, und zwar am

 

Donnerstag, 3. September 2020

 

für die östliche Landeshälfte (Bozen, Eisacktal und Pustertal). Der Bus startet je nach Anzahl der Anmeldungen in Bruneck oder evtl. auch in Sand in Taufers.

 

sowie am                                Donnerstag, 17. September 2020

 

für die westliche Landeshälfte (Vinschgau, Burggrafenamt, Überetsch, Bozen). Der Bus startet je nach der Anzahl der Anmeldungen in Schlanders, Naturns oder Meran.

Achtung: Im KSL – Programm steht ein anderes Datum.

Der Reisepreis steht noch nicht fest. Er wird sich wohl rund um 30,00 € - 35,00 € belaufen.

 

Die Busunternehmen und die Abfahrtszeiten werden euch rechtzeitig telefonisch oder via E-Mail bekanntgegeben.

 Anmeldungen ab sofort im KSL – Büro.

  

Programmgestaltung und Reisebegleitung:                         Sepp Krismer, Klausen