Herzlich willkommen beim KSL

Fernunterricht

Lehrpersonen tauschen sich aus

Der KSL hat sich in dieser außergewöhnlichen Zeit etwas Besonderes ausgedacht: die Möglichkeit für Lehrpersonen, ihre persönlichen Erfahrungen mit dem Fernunterricht und ihre Gedanken mit anderen zu teilen - hier auf unserer Homepage.

Gerne könnt ihr unseren Link - www.ksl.bz.it - weiterleiten. Diese Startseite wird sich nach und nach füllen. Ihr dürft gespannt sein. Wir freuen uns auf weitere Anregungen und Erfahrungen von eurer Seite. Per Email nehmen wir sie gern entgegen: info@ksl.bz.it - möglichst mit dem Betreff „Fernunterricht“.

............................................

Stimmungsbilder zum Fernunterricht

 

 

Entschleunigung ist angesagt
In Naturns war es wie immer so, dass wir Lehrpersonen uns gleich nach dem ersten Aufruf sofort ins Zeug gelegt haben und meinten, wir müssten jetzt die Welt retten. Alle haben Hausaufgaben ins Netz gestellt… Aber schon bald wurde uns rückgemeldet, dass es zuhause Probleme gäbe, mit PC, Drucker usw. Besonders in der Unterstufe der Grundschule waren die Arbeitsaufträge nur mit Hilfe der Mamis zu bewältigen. Dann kam ein Mail von der Landesschuldirektorin Sigrun Falkensteiner mit dem Hinweis auf das „Lernen für das Leben“; die Schüler/innen würden auch ohne Unterricht lernen, denn es gilt die Erkenntnis: „Nicht lernen geht nicht“. Das war für viele von uns Lehrer/innen überraschend. Und so manch eine/r von uns war wohl mit ihrer/seiner Lehrer-Identität etwas in Krise. Meine Botschaft an alle Lehrpersonen: Ob in Corona-Zeiten oder auch danach wieder in der Schule... Entschleunigung ist angesagt! Weg vom Anspruch zur Perfektion, aus der Krise lernen für das Leben danach!
Sonja Reinstadler, Religionslehrerin in Naturns und geistliche Begleitung im KSL

 

Flexibilität und Zusammenhalt
Meine Rolle als Lehrerin beansprucht mich im Moment sehr. Der Kontakt zu vielen Schülerinnen und Schülern hat an Vertrauen und Tiefe gewonnen. Auch der enge Kontakt zu den Eltern erfordert Konzentration, Empathie und Weitblick. Mein methodisch-didaktischer Horizont erweitert sich, und ich versuche, unkonventionelle Wege zu gehen, um den Bildungsweg der Kinder mitzuprägen. Besonders hervorheben möchte ich, wie wichtig nun der Zusammenhalt unter den Lehrpersonen ist. Meiner Meinung nach ist es wichtig und notwendig, dass alle Beteiligten, Eltern, Lehrpersonen, Schulführungskraft und Kinder die Situation, in der wir uns befinden, nicht als Krise, sondern als Chance (sofern alle gesund sind!) ansehen. Beziehungen können vertieft, festgefahrene Gewohnheiten überdacht werden. Wir haben nun die Möglichkeit, uns tagtäglich auf neue Herausforderungen einzulassen und unsere Flexibilität unter Beweis zu stellen. Eines ist am Ende dieser Ausnahmesituation mit Sicherheit gewiss: Digitales Fasten ist angesagt!
Eva Niederegger, Lehrerin in Laag
 

...................................................................................